Sensationelles Doppelgold

Bei der Landesmeisterschaft im Leichtathletik-Mannschafts-Mehrkampf, die am Donnerstag, 28.05.2015 im Sportzentrum NÖ in St. Pölten stattfand, konnte sowohl das Oberstufen-Mädchenteam von Betreuerin Mag. Margit Stix als auch das Oberstufen-Burschenteam von Betreuer Mag. Klaus Vogl die Goldmedaille erringen und sich damit für das Bundesfinale vom 15.-17. Juni in St. Pölten qualifizieren.

In einem bis zuletzt hochspannenden Wettkampf setzten sich die Teams mit 7193 und damit 194 bzw. mit 8565 und damit 249 Punkten Vorsprung auf die zweitplatzierten Mannschaften vom BG/BRG Wieselburg bei den Mädchen und der HBLFA Francisco-Josephinum bei den Burschen durch. Beide Punkteleistungen waren damit ein wenig besser als jene aus dem Vorjahr.

Die zwei BG/BRG Teams konnten auf Leistungsträger des Leichtathletikvereins LCA Umdasch Amstetten bauen, wobei bei den Mädchen mit Ditha Haider eine Ex-Leichtathletin für das Glanzlicht sorgte. Mit 1,60m im Hochsprung sprang sie erstens um 20cm höher als die nächstbeste Springerin, auch höher als sehr viele männliche Kollegen und holte allein mit dieser besten Mädchen-Punkteleistung des Tages schon fast den gesamten Vorsprung des Gesamtklassements heraus. Ebenfalls punktemäßig stark waren Jennifer Schmid im Weitsprung (4,85m), Nina Gumpenberger über 100m (14,36) und Sarah Bach im Kugelstoß (9,95). Gemeinsam mit Stefanie Wieser und Eduarda Sadriu durften sie sich über einen eher unerwarteten Landesmeistertitel freuen, da diesmal, im Gegensatz zu den letzten Jahren, eine absolute, österreichische Topleichtathletin im Team fehlte.

Bei den Burschen hingegen wurde insgeheim sogar ein wenig mit dem Sieg geliebäugelt, hatte man doch mit Lorenz Ursprunger und Jonathan Hofer ebenfalls zwei heiße LCA-Eisen zur Verfügung, die durchaus auch für Disziplinensiege gut sein sollten. Gemeinsam mit Maximilian Popp, Felix Herbst, Jakob Hartl, Jakob Paungarttner und Ersatzmann Matthäus Bruckner war die Mannschaft stark aufgestellt. Lorenz begann mit einem Stich im Knie, also einer Schrecksekunde über 100m, finishte aber dennoch humpelnd mit kurzem Schritt in 11,98 (drittbeste Tageszeit), im Weisprung setzte er mit 6,20m gar die Tageshöchstweite in den Sand. Jakob Hartl überraschte alle und vor allem sich selbst mit 5,81m in dieser Disziplin. Im Hochsprung und in der Kugel waren die Leistungen des Teams konstant und überzeugend gut. Die Staffel wurde ebenfalls erfolgreich absolviert, wobei es hier bei den Übergaben noch Riesenpotential nach oben gibt. Dennoch ging man, allerdings ohne es zu diesem Zeitpunkt zu wissen, mit Rückstand in den Abschlussbewerb. Über die 800m-Strecke konnte dann Jonathan Hofer mit 2:12,65 den Rest des Feldes deutlich distanzieren. Auch Jakob Hartl konnte den anderen Teams noch weitere wertvolle Punkte abnehmen und so war bei der Siegerehrung die Freude über die Leistungen und das sensationelle Ergebnis natürlich groß.

In den nun noch verbleibenden zwei Wochen bis zu den Bundesmeisterschaften sollte nun noch am Feinschliff gearbeitet werden, um eine weitere Verbesserung der Einzelleistungen und damit der Mannschaftspunktezahl zu ermöglichen.

 Mag. Klaus Vogl