Die Anfänge
Das Gymnasium Amstetten wurde 1938 (im Jahr des Anschlusses Österreichs an Deutschland) als Städtische Oberschule für Jungen (mit Klassen für Mädchen) gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule im Schuljahr 1945/46 als Staatsrealgymnasium wieder eröffnet.
Laut Erlass des Bundesministerium für Unterricht vom 7.3.1948 übernahm die Republik Österreich das Realgymnasium als staatliche Lehranstalt. Die offizielle Bezeichnung der Schule lautete fortan Bundesrealgymnasium Amstetten.

 

Der Neubau
Die Grundsteinlegung für ein neues Schulhaus erfolgte am 6.10.1962, die Übersiedlung am 10.1.1966.

 

Die Schulreform von 1962

Die Schulreform von 1962 brachte für das Amstettner Bundesrealgymnasium eine Reihe von Änderungen:

  • Neusprachliches Gymnasium
  • Realistisches Gymnasium
  • Wirtschaftskundliches Realgymnasium für Mädchen
Das Realgymnasium (RG) lief aus und wurde durch die Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS) ersetzt, die in der 3. Klasse einerseits in ein Gymnasium und andererseits in ein Wirtschaftskundliches Realgymnasium mündete. Laut Erlass vom 20.2.1964 trug die Schule künftig die offizielle Bezeichnung Bundesgymnasium und Wirtschaftskundliches Realgymnasium für Mädchen.
Im Schuljahr 1965/66 wurde das Wirtschaftskundliche Realgymnasium mit einer 3. Klasse eröffnet und bestand in dieser Form bis 1980. Seit dem Schuljahr 1975/76 wurde es wegen der Gründung der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe auslaufend geführt. Das Ansuchen des Elternvereins beim Bundesministerium für Unterricht um Weiterführung des dieses Zweiges wurde an verantwortlicher Stelle abschlägig beschieden.
Seit dem Schuljahr 1966/67 bestand ab der 5. Klasse die Wahlmöglichkeit zwischen dem neusprachlichen und dem realistischen Gymnasium. Das Realgymnasium des alten Typs lief mit dem Schuljahr 1969/70 aus.
 

Das Informatikgymnasium

Im Schuljahr 1988/89 entschieden sich die 5. Klassen zum letzten Mal für das neusprachliche oder realistische Gymnasium, da eine schwerwiegende Änderung vorgenommen werden sollte:Mit Beginn des Schuljahres 1987/88 wurde nämlich das Projekt Informatikgymnasium Amstetten gestartet, das ab der 3. Klasse schwerpunktmäßig Inhalte der Information- und Kommunkationstechnologie vermittelte. Seit 1989/90 wird nun diese Form als Schulversuch in der Oberstufe fortgeführt.
Im Schuljahr 2001/2002 wurden – im Rahmen der Schulautonomie – Modifikationen des Regellehrplanes vorgenommen. In der 3./4. Klasse wurden wahlweise jeweils 2 Wochenstunden Projektunterricht oder Informatikunterricht eingeführt.
Im Schuljahr 2002/2003 wurde auch der Schulversuch Informatik in der Oberstufe modifiziert. Der Gegenstand Informatik wurde durch themenbezogene schulautonome Gegenstände (z.B. Netzwerktechnik, Datenbanken, Internet, Algorithmik) ersetzt.
Als Folge der Stundenreduktionen (Entlastungsverordnung) wurde der Schulversuch Informatik beginnend mit der 5. Klasse erneut adaptiert. Die themenbezogenen Gegenstände mussten wieder aufgegeben werden und wurden zu einem Fach Informatik bei gekürzter Stundenanzahl zusammengefasst, um die Vorgaben der Entlastungsverordnung zu erfüllen.
In der Unterstufe war nach der Stundenkürzung kein Spielraum für schulautonome Schwerpunktsetzungen mehr vorhanden, sodass für die 3. und 4. Klasse (parallel zum Projektunterricht) nur mehr 1 Stunde „Angewandte Informatik“ blieb und der Informatik-Schulversuch zur Gänze in die Oberstufe verlagert werden musste.

Drei Oberstufenzweige:

  • Gymnasium mit Sprache und Kommunikation
  • Realgymnasiumszweig mit Schwerpunktsetzung Informatik
  • Realgymnasium mit Schwerpunktsetzung Bewegung und Sport

Seit dem Schuljahr 2005/06 führt das Ostarrichi-Gymnasium zwei Oberstufenformen, zum einen ein Gymnasium mit der Schwerpunktsetzung Sprache und Kommunikation, zum anderen ein Realgymnasium mit zwei Schwerpunktsetzungen, nämlich Informatik und Sport und Bewegung.

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