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Im Ostarrichi-Gymnasium begegnen sich tagtäglich mehr als 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Und wo so viele Menschen zusammentreffen, da „menschelt“ es. Das liegt in unserer Natur. Klare Spielregeln erleichtern das Zusammenleben und bieten Orientierung, sodass der zwischenmenschliche Umgang gelingt und als bereichernd empfunden wird.

 

Achtung

Unsere Schule soll von allen Schulpartnern als ein wertvoller „Ort des gemeinsamen Lernens, Lachens und Feierns“ (Konrad Paul Liessmann) erlebt werden. Das kann nur gelingen, wenn gegenseitige Wertschätzung und Rücksicht auf die Umwelt den Schulalltag prägen.

Zutrauen

Alle Kinder und Jugendlichen, die uns anvertraut sind, sollen zu Persönlichkeiten heranreifen können. Das braucht Zeit, viel persönliches Engagement, wohlwollendes Verständnis und auch Nachsicht. Wesentlich und unabdingbar ist aber, aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Unser Lehrerteam fordert und fördert. Neben dem großen Bekenntnis zur Leistung liegt unser Fokus auf dem Zutrauen, dem Gelingen. Kinder und Jugendliche offenbaren ihre Talente erst, wenn sie genug Selbstvertrauen haben. Die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins liegt uns daher sehr am Herzen.

Wissensdurst

„Je mehr man von der Welt weiß, umso interessanter wird sie.“ (Donata Elschenbroich) Wir wollen, dass alle Schüler mit ihren Lehrern diese wichtige Grunderfahrung machen, sodass sie zu weltoffenen, kritikfähigen und kulturbegeisterten Bürgern heranwachsen.

Bewegen

Zum einen wollen wir junge Menschen für Sprachen, für die Natur, für Kunst und Kultur und für den sinnvollen Umgang mit den modernen Informationstechnologien begeistern, zum anderen wollen wir den Kindern und Jugendlichen den Wert einer gesunden Lebensweise nahebringen. Denn geistige und körperliche Bewegung gehören untrennbar zusammen.

Verantwortung

Der Lebensraum Schule kann nur dann funktionieren, wenn jeder Einzelne für sich und andere Verantwortung übernimmt. Verlässlichkeit ist unersetzlich, „Handschlagqualität“ wieder gefragt. Was gemeinsam vereinbart wird, das wird auch von jedem Einzelnen umgesetzt – ohne Wenn und Aber.

Ich begegne meinen Mitschülern und Lehrern freundlich und respektvoll – in und außerhalb der Schule.

Ich toleriere andere Meinungen und Anschauungen, solange diese unsere Grundwerte respektieren.

Ich lehne jede Form von Gewalt ab, ob verbaler, körperlicher oder seelischer Natur.

Ich gebe Mobbing keine Chance. Und ich sehe nicht weg, wenn jemand Hilfe braucht.

Ich spreche Konflikte an und bemühe mich gemeinsam mit meinen Konfliktpartnern um eine faire Lösung.

 

Pünktlichkeit und Anwesenheit

Ich erscheine pünktlich zum Unterricht und zu Schulveranstaltungen und bin in der vorgesehenen Unterrichtszeit anwesend. Bei mir im Vorhinein bekannten Abwesenheiten informiere ich meinen Klassenvorstand im Vorfeld. Während der geschlossenen Unterrichtszeit verlasse ich das Schulgebäude nicht ohne das Einverständnis eines Lehrers.

Bei berechtigten Absenzen und begründeter Verspätung zu Beginn des Unterrichts lege ich eine schriftliche Entschuldigung der Erziehungsberechtigten unmittelbar nach meiner Wiederkehr beim Klassenvorstand vor.

Wir verständigen das Sekretariat, wenn sich der Lehrer zehn Minuten nach dem planmäßigen Beginn des Unterrichts noch nicht eingefunden hat.

Wenn es vom Klassenvorstand gewünscht wird, bringe ich für versäumte Schulstunden und Schulveranstaltungen eine ärztliche Bestätigung mit.

Mitarbeit

Ich versuche im Unterricht kooperativ und leistungsbereit zu sein und will meinen Unterrichtspflichten gewissenhaft nachkommen: So führe ich meine Mitschriften/Bücher sauber und achte auf Vollständigkeit, Versäumtes hole ich selbsttätig, selbstverantwortlich und rasch nach. Meine schriftlichen und mündlichen Aufgaben erledige ich sorgfältig und pünktlich.

Umgang mit Handy & Co

Ich habe mein Handy während der gesamten Unterrichtszeit ausgeschaltet, d.h. von 7.25 – 12.55 Uhr und von 13.30 Uhr bis zum Unterrichtsende. Dasselbe gilt sinngemäß für alle elektronischen Geräte, die nicht im Unterricht Verwendung finden: MP3-Player, iPods, Kameras usw. Notwendige Telefonate können in den Pausen geführt werden.

Umgang mit den schuleigenen Computern

In der Unterstufe verwenden wir die Computer in den einzelnen Klassen nur in den Unterrichtsstunden. Die PCs werden kurz vor der ersten Unterrichtsstunde eingeschaltet und unmittelbar nach der letzten Unterrichtsstunde wieder ausgeschaltet. Dazwischen sollen sie nicht heruntergefahren werden, damit eine rasche Bedienung des Onlineklassenbuches möglich ist.

Auch in der Oberstufe gehen wir verantwortungsvoll mit der Informationstechnologie um. Die PCs in den Klassen verwenden wir allein zur Unterstützung des Unterrichts und als Informationsmedium. Ausdrücklich verboten ist das Anschauen von Videos, die die Sittlichkeit gefährden oder Gewalt verherrlichen. Dasselbe gilt für Computerspiele.

In den Informatiksälen halten wir die dort ausgehängte Saalordnung ein, wie auch in den übrigen Sondersälen.

Gesundheit

Im Bewusstsein, dass übermäßige Lautstärke unserer Gesundheit schaden kann und unser Zusammenleben in der Schule negativ beeinträchtigt, vermeiden wir in den Pausen und Freistunden unnötigen Lärm – in den Unterrichtsräumen, auf den Gängen und insbesondere vor der Bibliothek.

Wir verzichten aus Sicherheitsgründen auf das Sitzen auf Fensterbänken und Heizkörpern, auf das Schießen mit Gegenständen und das Raufen.

Kleidung und Umgangsformen

Beim Betreten des Schulgebäudes verwahre ich Straßenschuhe sowie Mäntel, Jacken und dergleichen in der Garderobe. Im Schulgebäude trage ich ausschließlich Hausschuhe.

Insgesamt kleide ich mich angemessen und verzichte auf das Tragen von Kappen während des Unterrichts.

Das Essen und Kaugummikauen während des Unterrichtes verbietet der Anstand.

Umweltbewusstsein

Wir achten in unserem Umfeld auf Sauberkeit und gehen mit der Schuleinrichtung und fremdem Eigentum verantwortungsvoll um. Beispielsweise beschreiben wir keine Tische und Pultteiler, wir manipulieren keine technischen Geräte (Computer, Beamer, Drucker) usw.

Nach Unterrichtsende schließen wir in den Unterrichtsräumen die Fenster, kurbeln die Rollos hoch, stellen die Sessel auf die Tische und schalten elektronische Geräte (auch das Licht) aus.

Für den Zustand des Klassenraums ist die Stammklasse verantwortlich: Schäden, die durch Wanderklassen verursacht worden sind, melden wir sofort dem Schulwart oder im Sekretariat.

Wir verlassen das WC so, wie wir es gerne vorfinden möchten – in sauberem Zustand.

Wir nehmen unsere Mitverantwortung für die Umwelt wahr, indem wir auf dem Schulgelände unnötigen Abfall vermeiden und anfallenden Müll ordentlich trennen.

Alkohol und Nikotin

Ich halte mich strikt an das gesetzlich vorgeschriebene Alkohol- und Rauchverbot (gilt auch für E-Shishas) an Schulen, bei Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen – und das aus gutem Grund: Experten bezeichnen das Rauchen als den bedeutendsten Risikofaktor für die Gesundheit der Bevölkerung. Wer bis zu seinem 21. Lebensjahr Nichtraucher sei, bleibe mit großer Wahrscheinlichkeit sein Leben lang rauchfrei. Als „Gesunde Schule“ wollen auch wir unseren Beitrag dazu leisten.

Grundsätzlich ist unsere Erziehung vom Menschenbild des „Zutrauens“ geprägt und dementsprechend reagieren wir auf positives Verhalten mit Ermutigung, Anerkennung, Lob und Dank. So sieht es auch der Gesetzgeber vor.

Bei Fehlverhalten seitens des Schülers wenden wir – im Einklang mit § 47 Abs. 1 des Schulunterrichtsgesetzes – folgende Erziehungsmittel an: Aufforderung, Zurechtweisung, Erteilung von Aufträgen zur nachträglichen Erfüllung versäumter Pflichten, beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit dem Schüler, beratendes bzw. belehrendes Gespräch unter Beiziehung der Erziehungsberechtigten, Verwarnung.

Wenn es aus erzieherischen Gründen oder zur Aufrechterhaltung der Ordnung notwendig erscheint, kann die Schulleitung einen Schüler in eine Parallelklasse versetzen. Wenn ein Schüler seine Pflichten in schwerwiegender Weise verletzt und die Anwendung oben stehender Erziehungsmittel erfolglos bleibt oder wenn das Verhalten eines Schülers eine dauernde Gefährdung anderer Schüler hinsichtlich ihrer Sittlichkeit, körperlichen Sicherheit oder ihres Eigentums darstellt, ist von der Schulkonferenz ein Antrag auf Ausschluss zu stellen. Über den Ausschluss selbst entscheidet der Landesschulrat.

Die Fülle von Erziehungsmitteln, die der Gesetzgeber vorsieht, garantiert noch keine neue Schulhauskultur. Wann immer es zu Konflikten und mutwilligen Regelverstößen kommt, ist ein sensibles Konfliktmanagement gefragt, denn Konflikte weisen immer auf Spannungen hin, die viele verschiedene Ursachen haben können. Oft erklingt der Ruf nach einfachen, schnellen Lösungen, die sich in der Realität allerdings nur selten umsetzen lassen. Schwierige Konflikte erfordern klare Haltungen seitens der Erzieher, individuelle Lösungen und Ausdauer.

In schwierigen Konfliktsituationen setzen wir zunächst auf ein klärendes Gespräch. Der Reflexionsbogen soll helfen, den Konflikt aufzuarbeiten. In weiterer Folge können wir am Ostarrichi-Gymnasium seit einigen Jahren auf ein sehr gutes Netzwerk zurückgreifen, das allen Schulpartnern unentgeltlich offen steht:

Erster Ansprechpartner ist der Klassenvorstand.

Einmal wöchentlich ist unsere Schulsozialarbeiterin Gabriele Kronsteiner, Diplomierte Sozialarbeiterin, im Raum der Nachmittagsbetreuung erreichbar.

Zusätzliche Ansprechpartnerin ist unsere Schulpsychologin, die monatlich eine Sprechstunde an unserer Schule abhält.

Darüber hinaus stehen unsere Vertrauenslehrer, unsere Peer-Mediatoren und natürlich auch unser Direktor für Gespräche zur Verfügung. Die aktuellen Termine bzw. Sprechstunden werden zu Schulbeginn bekanntgegeben.

Die Verhaltensnote gibt Feedback über das Benehmen des Schülers während des Semesters und drückt in vielfältiger Weise die Einschätzung des jeweiligen Schülers durch die Klassenkonferenz aus. Die entsprechenden Richtlinien sind in der Klasse ausgehängt.

 

 

Aktuelle Verhaltensvereinbarung

Die vorliegende Verhaltensvereinbarung wird von allen Schulpartnern getragen – in dem Wissen, dass die Verantwortung für eine „gute“ Schule nie bei einem Schulpartner alleine liegt. Alle sind dafür verantwortlich: Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und die Schulleitung.