Verteilt auf die 6., 7. und 8. Klasse belegst du 6 Wochenstunden (Gymnasium) bzw. 4 Wochenstunden (Realgymnasium) Wahlpflichtfach. Grundsätzlich steht es dir frei zu überbuchen, d .h. mehr Stunden dafür aufzuwenden. Ein Wahlpflichtfach kommt zustande, wenn es – klassenübergreifend – von mindestens fünf SchülerInnen gewählt wird. Sollte die Eröffnungszahl nicht erreicht werden, kannst du ein weiteres Mal wählen. Es gibt zwei Arten von Wahlpflichtfächern: zusätzliche und vertiefende Wahlpflichtfächer. Für welche Art du dich entscheidest, ist dir überlassen. Jedenfalls wählst du bereits in der 5. Klasse für die gesamte Oberstufe. Die Wahl solltest du von deinen Interessen und Stärken abhängig machen. Ab vier Wochenstunden ist das Wahlpflichtfach auch eigenständig maturabel.

Zusätzliche Wahlpflichtfächer

Zusätzliche Wahlpflichtfächer kommen in deinem persönlichen Regelunterricht nicht vor. Du kannst sie nur im vollen Ausmaß der unten stehenden Stundentafel wählen. Ob ein Wahlpflichtgegenstand zusätzlich oder vertiefend ist, hängt unter Umständen davon ab, welchen Schwerpunkt du gewählt und für welche Sprache du dich entschieden hast.

zusätzliches WahlpflichtfachWählbarkeit6. Kl.7. Kl.8. Kl.
Französisch*, Spanisch*, ItalienischG, RG222
Musikerziehung**, Bildnerische Erziehung**G, RG22
Darstellende GeometrieG, RG22
Informatik (maturabel ab 6 Wochenstunden)G, RG-Sport22(2)
Sportkunde (4-stündig)G, RG-Informatik

* Als zusätzliches Wahlpflichtfach nur wählbar, wenn du die entsprechende Sprache nicht schon im Regelunterricht gewählt hast.
** Als zusätzliches Wahlpflichtfach nur wählbar, wenn du das entsprechende Fach im Regelunterricht der 7. und 8. Klasse abgewählt hast.

Vertiefende Wahlpflichtfächer

Vertiefende Wahlpflichtfächer beziehen sich auf Gegenstände in deinem persönlichen Regelunterricht. Alle deine Pflichtfächer – mit Ausnahme von Bewegung und Sport und Rhetorik – stehen als vertiefende Wahlpflichtfächer zur Auswahl. Im Sportzweig darf das Fach Sportkunde nicht vertiefend gewählt werden.

Vertiefende Wahlpflichtfächer sind zu 4 (d.h. 2 + 2) Wochenstunden wählbar:

  1. und 7. Klasse oder 6. und 8. Klasse oder 7. und 8. Klasse

Sie sind aber auch zu nur 2 Wochenstunden wählbar:

  1. Klasse oder 8. Klasse

In Anbetracht der Vielfalt an Möglichkeiten solltest du bei deiner Entscheidung auf eine ausgewogene Belastung in den kommenden Jahren achten.

Im Wahlpflichtfach Religion erfolgt die Themenerstellung in Zusammenarbeit mit den SchülerInnen, um ihren Interessen so weit wie möglich zu entsprechen. Dabei können nicht nur Inhalte aus den Kernbereichen zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Glauben gewählt werden, sondern auch aktuelle Fragen der Kirche, ethische Fragen der Gegenwart bis hin zu Themen aus verschiedenen Randbereichen (fächerübergreifende Inhalte).

Das WPF Deutsch will Mädchen wie Burschen ansprechen, die

  • sprachlich gewandt und lesehungrig sind
  • sich für Sprache und Literatur begeistern können
  • sich für Filme und Verfilmungen interessieren
  • Theater- und Kinobesuchen nicht abgeneigt sind
  • das Unterrichtsgeschehen aktiv mitgestalten wollen

Das WPF bietet aufgrund der kleinen Gruppengröße eine hohe Flexibilität in Bezug auf …

  • die Auswahl der Texte und Medien
  • die Planung der Unterrichtseinheiten (evtl. Blockung)
  • die Durchführung von Lehrausgängen (Theaterbesuche am Abend, Kinobesuche, …)
  • die Beurteilungskriterien und Leistungsfeststellungen

Im Übrigen stellt das vierstündige Wahlpflichtfach auch ein interessantes Angebot im Rahmen der mündlichen Reifeprüfung dar.

Englisch ist ein vertiefendes Wahlpflichtfach und als Schwerpunktprüfung in Kombination mit Englisch maturabel. Es bietet eine große Themenvielfalt:

  • Themen aus dem Regelunterricht können vertiefend/intensiv behandelt werden (z.B. weiterführende Primär und/ oder Sekundärliteratur).
  • SchülerInnen können Themengebiete vorschlagen, die je nach Interessenslage im Kurs behandelt werden (z.B. Shakespeare, moderne Literatur, Probleme Jugendlicher, Landeskunde, Geschichte, …).

Die Leistungsfeststellung erfolgt durch Mitarbeit, Vokabelarbeit, Referate, Quellenarbeit, Recherchen und Präsentationen. Es sind keine Schularbeiten vorgesehen.

a) Vertiefendes Wahlpflichtfach (4 bzw. 2 Wochenstunden)

Mit den SchülerInnen werden Interessensgebiete bzw. Themenbereiche festgelegt, die auf sehr differenzierte und vielfältige Art aufbereitet und behandelt werden. Es werden dabei verschiedenste Medien (Internet, Video, DVD, Lektüren, Statistiken, Bilder, Artikel, Kinofilme , …) eingesetzt. Optimales Vertiefen von Hör-, Lese- und Sprechkompetenz steht im Vordergrund. Auf Grund der kleinen Gruppen können Sprachbarrieren abgebaut werden und die Kommunikationsfähigkeit, Aussprache sowie der aktive Wortschatz der SchülerInnen sehr gut gefördert werden. Weiters sind Gastbesuche von Native-Speakern aus der französischsprachigen Welt, Lehrausgänge und Exkursionen vorgesehen. In der 6. Klasse werden Sprachspiele, Chansons , Videosequenzen, … vermehrt eingesetzt.

Mögliche Themen sind:

  • Paris, französische Landeskunde, die Frankophonie, Frankreich und der Islam, die Rolle der Frau im Islam, französische Geschichte
  • Vergleich von Musikrichtungen anhand von Hörbeispielen, Videoclips, …
  • der französische Thriller (Chabrol, …)
  • der neue französische Film (Amélie, L’Auberge Espagnole, Les Enfants de Monsieur Mathieu, …)
  • bestimmte Literaturgattungen (Märchen, Absurdes Theater, Jean Paul Sartre, …)
  • psychische Störungen (Anorexie, Boulimie, Autismus, …) bei Kindern und Jugendlichen
  • Urlaubsplanung mittels Internet (in französischsprachigem Land)
  • Auswahl der neuen Frühjahrsgarderobe mittels Katalog und Internet
  • Planung und Organisation einer Traumhochzeit
  • Kreatives Schreiben
  • Geschichten „erzählen“

b) Zusätzliches Wahlpflichtfach (8 Wochenstunden)

Im Vordergrund steht die handlungsorientierte Fremdsprachenkompetenz, die durch intensive Praxisorientierung des Unterrichts, durch Einbeziehung aktueller Ereignisse und durch stärkere Ausweitung der kommunikativen Situation vertieft wird.

Diese Variante bietet sprachinteressierten SchülerInnen die Möglichkeit in dieser Sprache mündlich zu maturieren. Pro Semester sind zwei Schularbeiten vorgesehen. Die Fremdsprachenkompetenz wird durch Gastbesuche von Native-Speakern, durch Exkursionen und Lehrausgänge zusätzlich gefördert.

c) Zusätzliches Wahlpflichtfach (6 Wochenstunden)

Die 6-stündige Variante unterscheidet sich von der 8-stündigen dadurch, dass sie nicht maturabel ist und auch die Schularbeiten wegfallen.

Im WPF Latein werden verschiedene Themen – nicht nur der Antike – mit Texten unterschiedlicher Epochen, Projektarbeiten, Museumsbesuchen, Exkursionen, Bibliotheks- und Internetrecherche und Berücksichtigung von Rezeptionsbeispielen (Film, bildende Kunst, Musik, …) ausgearbeitet, z.B.

  • Wunschthemen aus der Mythologie
  • Latein im 21. Jahrhundert (z.B. Comics, Harry Potter, Asterix…)
  • ausgewählte historische Persönlichkeiten (z.B. Alexander der Große)
  • historische Ereignisse (z.B. Ausbruch des Vesuv)
  • Aspekte des römischen Alltags (z.B. Kleidung, Ernährung, römisch Kochen)
  • Filme mit antikem Bezug

Varianten des Wahlpflichtfachs Spanisch

a) Vertiefendes WPF mit mündlicher Maturabilität (4-stündig)

Die Schüler haben die Möglichkeit, Themen aus dem Regelunterricht aufzugreifen und zu vertiefen oder selbst Themen vorzuschlagen, die dem spanischen oder lateinamerikanischen Sprachraum entstammen. Es wird in jedem Fall Wert gelegt auf das Trainieren der Kommunika-tionsfähigkeit und des Hör- und Leseverstehens. Vorgesehen sind au-ßerdem Gastbesuche von Native-Speakern aus der spanischsprachigen Welt sowie Lehrausgänge bzw. Exkursionen zu Ausstellungen.

Um dem Spanischen mit allen Sinnen zu begegnen, werden im WPF auch typisch lateinamerikanische oder spanische Gerichte gekocht, Lieder gesungen und Filme analysiert.

b) Das 6-stündige WPF Spanisch mit mündlicher Maturabilität auf dem Niveau A2

Im Einklang mit dem Lehrplan steht im WPF mit mündlicher Maturabilität die handlungsorientierte Fremdsprachenkompetenz im Vordergrund. Sie wird durch eine starke Praxisorientierung des Unterrichts, durch Gastbesu-che von Native-Speakern, einen Koch-Workshop und Exkursionen zu spani-schen oder lateinamerikanischen Events gefördert.

Spanisch in den Stundentafeln als 6-stündiges WPF

  1. Klasse: 2 Wochenstunden
  2. Klasse: 2 Wochenstunden
  3. Klasse: 2 Wochenstunden

Im Rahmen des Wahlpflichtfaches besteht die Möglichkeit, jene Themen, die im Regelunterricht nur imÜberblick oder mit einigen Schlagzeilen behandelt bzw. gestreift werden können, ausführlich und im Detail abzuhandeln und zu vertiefen. Jene SchülerInnen, die sich für das Wahlpflichtfach entscheiden, haben die Möglichkeit, Themen vorzuschlagen, die für sie von besonderem Interesse sind. In gemeinsamer Beratung mit dem jeweiligen Lehrer werden dann die einzelnen Schwerpunkte festgelegt. Entscheidend für den Erfolg wird die Einsatzfreude, die Mitarbeit und das Engagement der einzelnen SchülerInnen sein.

  • Es bietet sich z.B. die Chance näher auf die Geschichte Afrikas oder Australiens einzugehen oder die historische Entwicklung der näheren Heimat (Lokalgeschichte) zu beleuchten.
  • Diskussionen mit Politikern, Lehrausgänge bzw. Exkursionen zu Behörden, Gerichten, Ausstellungen sowie Gastreferate (z.B. von Juristen zur Rechtskunde) stellen wichtige Ergänzungen dar.
  • Im Verlauf des Wahlpflichtfaches werden sich zahlreiche Möglichkeiten für Projektarbeiten zuaktuellen politische Ereignissen ergeben oder zur Durchführung von Umfragen.

Das Wahlpflichtfach Geografie und Wirtschaftskunde setzt den Schwerpunkt UNTERNEHMERFÜHRERSCHEIN der Wirtschaftskammer Österreich, dabei handelt es sich um ein Zusatzzertifikat.

Der Unternehmerführerschein besteht aus 4 Modulen. Jedes Modul ist eine eigenständige und in sich abgeschlossene Einheit und wird – vor einem externen Prüfer – mit einer eigenen Prüfung abgeschlossen (computerunterstützt; 15 Euro pro Modul).

  • Modul A: grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge
  • Modul B: volkswirtschaftliche Inhalte
  • Modul C: betriebswirtschafliche Grundlagen
  • Modul UP: ergänzende betriebswirtschaftliche Inhalte auf dem Niveau der Unternehmerprüfung, außerhalb der Schule

Daneben können unter Berücksichtigung der Interessen der SchülerInnen weitere Themen mit geografischen und wirtschaftskundlichen Inhalten ausgewählt werden.

Themen, Unterrichtsmittel und Sozialformen werden gemeinsam mit den SchülerInnen festgelegt, wobei allenfalls vorhandene regionale oder schulautonome Schwerpunkte in die Planungsarbeit miteinbezogen werden können.

Es gibt eine Vielzahl von Themen, die im Regelunterricht entweder zu kurz oder gar nicht behandelt werden, sich aber für mathematikbegeisterte Schüler als sehr interessant darstellen. Mögliche Themenkapitel sind unter anderem:

  • Zahlentheorie
  • Algebraische Strukturen
  • Matrizenrechnung
  • Iteration und Rekursionen
  • Einführung in die Chaostheorie
  • Kyrptographie (Verschlüsselungsmethoden)
  • Komplexe Zahlen und Anwendungen
  • Beweisen in der Mathematik
  • Mathematik in der Medizin (Computertomographie)
  • Erweiterung und Vertiefung der Differentialrechnung
  • Erweiterung und Vertiefung der Integralrechnung
  • Besondere Gleichungen von Kurven
  • Wirtschaftsmathematik (Finanz-, Versicherungs-mathematik)
  • Sphärische Trigonometrie

Die SchülerInnen sollen befähigt werden, im Rahmen der ausgewählten Themen selbsttätig Fragen zu stellen, die sich daraus ergebenden Probleme mit mathematischen Methoden zu analysieren und gegebenenfalls zu lösen sowie die Ergebnisse ihrer Arbeit mit zeitgemäßen Hilfsmitteln zu präsentieren. Das Arbeiten mit dem Computer (CAS, Tabellenkalkulation, Internet usw.) soll insbesondere im anwendungsorientierten Bereich eine zentrale Rolle im Unterricht spielen. (Anwendungsbeispiel: Rekursionen – Chaostheorie)

Das Wahlpflichtfach bietet interessierten Schülern die Möglichkeit, das im Mathematikunterricht gesammelte Wissen zu vertiefen und einen tieferen Einblick in die Natur der Mathematik zu erhalten. Dadurch ist es die ideale Vorbereitung sowohl auf ein späteres Mathematikstudium als auch auf jegliche andere naturwissenschaftliche und technische Studienrichtungen.

Während die Zahlentheorie beispielsweise wichtige Eigenschaften von Zahlen beleuchtet und es den SchülerInnen ermöglicht, das Wesen verschiedener mathematischen Beweisearten zu erkennen, beschreiben algebraische Strukturen unter anderem die Zusammenhänge zwischen Zahlen und den Grundrechnungsarten.

Die Matrizenrechnung ist eine mathematische Methode, die im Regelunterricht nur in vereinfachter Form als Vektorrechnung vorkommt und zeigt den SchülerInnen einen alternativen Weg zum Verständnis von Gleichungssystemen und ihrer Lösung. Möglichkeiten der Vertiefung von Kapiteln bieten die Reihen und Folgen, die im Wahlpflichtfach in der Chaostheorie Anwendung finden können und die Differential- bzw. Integralrechnung, deren zahlreiche Facetten nicht immer im Unterricht behandelt werden können. Weiters bietet das Wahlpflichtfach die Möglichkeit Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik wie etwa die Kryptographie als wichtige Komponente der Internetkommunikation vorzustellen.

Im Wahlpflichtfach Biologie werden einerseits Themen des Pflichtfaches genauer und in detaillierterer Form behandelt, andererseits darüber hinausgehende Themenstellungen (z. B. Evolutionsgeschichte, Humangenetik, Gen- und Biotechnologie, zoologische und botanische Systematik, Meeresbiologie, medizinische Themenbereiche,…) angeboten.

Ein wesentlicher Bestandteil des Wahlpflichtfaches ist seine Praxisorientiertheit; dazu zählen z. B. Mikroskopierübungen, biochemische Versuche zur Tier- und Pflanzenphysiologie, Freilandarbeit und Exkursionen, Anlegen eines Herbars, und vieles andere mehr.

Ein weiterer Schwerpunkt des Wahlpflichtfaches ist es, den SchülerInnen auch aktuelle Forschungsbereiche der Biologie auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand zu vermitteln und somit eine Nahtstelle zwischen Mittelschule und Hochschule zu sein, der unseren Absolventinnen hilft, den Übergang zu einem universitären Studium leichter zu bewerkstelligen zu können.

 

Die Belegung des Wahlpflichtfaches Chemie berechtigt zur Teilnahme an der Chemie-Olympiade.

Inhalte (jeweils zu etwa einem Drittel der verfügbaren Zeit):

  • Experimente für Fortgeschrittene, Schwerpunkt moderne Analysenmethoden
  • Vertiefende Theorie, darunter Grundlagen moderner Methoden der Strukturermittlung
  • Angewandte Chemie je nach Interessenslage der SchülerInnen, z.B. Baustoffe, Düngemittel,Farbstoffe, Arzneimittel ….

Methoden:

  • wo möglich Computereinsatz : Messwerterfassung, Daten aus Internet, virtuelle Exkursionen

 

Das Wahlpflichtfach Physik beinhaltet Themen aus dem Kernstoffbereich der Oberstufe bzw. Erweiterungen, die im Regelunterricht nicht gemacht werden.

Die Themen werden in einem universitärähnlichen Rahmen in Form eines Stationenbetriebes mit praktischenÜbungen erarbeitet, z.B. Messen der Erdbeschleunigung, Strom- und Spannungsmessungen, Kennlinien von Halbleitern, …

Außerschulische Aktivitäten (Museumsbesuche, …) sind nach Ermessen der LehrerInnen ebenso möglich.

Das Wahlpflichtfach Astronomie wurde im Schuljahr 2008/09 schulautonom eingeführt und wird im Wahlpflichtfachkanon – wie die meisten anderen Fächer – mit 2×2 Wochenstunden geführt. Die erfolgreiche Etablierung durch ein dementsprechendes Interesse seitens der SchülerInnen zeigt die Wichtigkeit dieses im österreichischen Schulbetrieb stark unterrepräsentierten naturwissenschaftlichen Fachbereiches.

Zielsetzung ist die Vermittlung einer umfassenden und grundlegenden Bildung im Fachbereich der Astronomie, die auch mit praktischen astronomischen Tätigkeiten (regelmäßige Sonnenbeobachtung, gegebenenfalls Stern- und Planetenbeobachtungen sowie Exkursionen zu Sternwarten, etc.) verknüpft ist. Mit modernen Präsentationstechniken werden den SchülerInnen astronomische Inhalte auf dem aktuellsten Forschungsstand vermittelt.

Das Wahlpflichtfach Astronomie ist darüber hinaus als Schwerpunktfrage im Rahmen einer Schwerpunktmatura in den Fächern Physik oder Biologie und Umweltkunde maturabel.

Zu den Inhalten des Wahlpflichtfaches Astronomie gehören u. a. die folgenden Themenbereiche:

Geschichte und Arbeitsmethoden der Astronomie

Entwicklung und Meilensteine der Astronomie von der Antike bis zur Gegenwart, historische Entwicklung unseres Weltbildes. Entwicklung der Forschungsmethoden, Hilfsmittel der Astronomie; Astronomie im Zeitalter der Weltraumfahrt. Besondere Berücksichtigung der Entwicklung im 21. Jahrhundert und aktueller Forschungsbereiche sowie -ergebnisse. Kenntnis der bedeutendsten Astronomen und wichtiger astronomischer Forschungsstätten.

Sonnensystem

Struktur des Sonnensystems: Planeten, Monde, Kometen, etc., sowie ihre physikalische Beschaffenheit. Erde: Erdbewegung, Kalenderwesen, Jahreszeiten, Gezeiten, Polar- und Zodiakallicht, Magnetfeld, Präzession, etc.

Himmelsmechanik: Keplersche Gesetze, Koordinatensysteme, Aspekte, Finsternisse, Entfernungsmessung und dgl.

Erforschung des Sonnensystems durch Raumsonden.

Stellarastronomie

Sonne als Durchschnittsstern (Physik der Sonne). Sternentwicklung und Entstehung von Planetensystemen. Entwicklungswege und Endstadien von Sternen (Weiße Zwerge, Neutronensterne, Schwarze Löcher). Braune Zwerge, Doppelsterne, Pulsare, Novae, Supernovae. Kuriositäten im Bereich der Stellarastronomie

Milchstraße und Extragalaktische Astronomie

Umgebung der Sonne. Bau und Struktur unserer Milchstraße; Verteilung der Sterne. Inter-stellare Materie. Nebel und Sternhaufen.

Lokale Gruppe. Galaxientypen und Galaxienentwicklung. Galaxienhaufen. Radiogalaxien und Quasare. Aktive Galaxienkerne.

Kosmologie

Struktur des Kosmos: Superhaufen, Voids. Weltmodelle. Urknall und thermische Entwicklung des Universums. Ungelöste Problemstellungen der Astrophysik: Dunkle Materie, Dunkle Energie, etc.

Astrobiologie

Voraussetzungen für die Entwicklung von Leben. Abschätzen der Wahrscheinlichkeit für Leben außerhalb der Erde.

Da es keinen vorgeschriebenen Lehrplan für das WPF gibt, kann die Auswahl weitgehend nach den Interessen der SchülerInnen getroffen werden.

Im Bereich Psychologie werden u.a. folgende Themen angeboten:

  • Entwicklungspsychologie: Die Entwicklungspsychologie interessiert sich für die körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen im Laufe unseres Lebens, beginnend beim pränatalen (vorgeburtlichen) Stadium über den Säugling zum alten Menschen bis zum Tod.
  • Forensische Psychologie / Kriminalpsychologie: Psychologische Gründe für Straftäter und der Einsatz von psychologischen Erkenntnissen bei der Entlarvung von Kriminellen, sowie Bemühungen zur Resozialisierung ebendieser sollen den SchülerInnen näher gebracht werden. Außerdem befasst sich die Kriminalpsychologie mit der Psychologie von Tätern und Opfern.
  • Psychotherapien: Ziel ist es die verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren kennenzulernen und sich mit einer Therapieform länger auseinander zu setzen.
  • Nonverbale Kommunikation / Körpersprache: Die SchülerInnen sollen die Auswirkungen der Psyche auf die Körpersprache und umgekehrt bewusst gemacht werden. Weiters sollen die SchülerInnen dazu befähigt werden Körpersprache richtig deuten zu können.

In der Pädagogik werden wir uns u.a. mit alternativen Schulformen auseinandersetzen und die Montessorischule in Amstetten besuchen. Weiters sollen die SchülerInnen die verschiedenen Führungsstile in der Arbeit mit Gruppen kennen lernen.

Im Bereich der Philosophie ist es beispielsweise möglich sich intensiver mit einem Thema der Ethik zu beschäftigen. Pro und Contras der Präimplantationsdiagnostik können dabei besprochen und diskutiert werden. Beim Thema Erziehung und Bildung sollen sich die SchülerInnen mit verschiedenen Sichtweisen zum Thema Erziehung und Bildung (Richard David Brecht, Jesper Juul, Konrad Paul Liessmann und Gerald Hüther) vertraut gemacht werden, sich damit kritisch auseinander setzen und sich ihre eigen Meinung dazu bilden!

a) Vertiefendes Wahlpflichtfach (4 bzw. 2 Wochenstunden)

Die Themen werden im Einvernehmen mit den SchülerInnen gewählt, folgende Kapitel stehen zur Auswahl:

  • Erlernen weiterer Programmiersprachen
  • Netzwerktechnik
  • Internetserver und Internetdienste
  • Vorbereitung für die Informatik-Olympiade
  • Durchführung von Projekten

b) Zusätzliches Wahlpflichtfach (6 Wochenstunden)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Das Ziel des Wahlpflichtunterrichts ist, den SchülerInnen gemäß ihren Interessen eine Erweiterung bzw. Vertiefung ihres Bildungshorizontes zu bieten. Durch eine präzise, strukturierte und vollständige Beschreibung sowohl von Problemstellungen als auch von Abläufen, sowie durch die Modularisierung komplexer Aufgaben soll die Informatik zur Schulung abstrakten Denkens beitragen.

Didaktische Grundsätze:

Ein Schwerpunkt des Informatikunterrichts liegt in der Modellierung von Sachverhalten, welche aus Analyse, Beschreibung in verschiedenen Darstellungsformen, Implementation, Überprüfung und Interpretation besteht. Durch Vergleich von Softwareprodukten sollen grundlegende Funktionalitäten von Software vermittelt werden. Die Hinführung zu modul- und projektartigen Arbeiten bereitet sowohl eine Grundlage für das Fach selbst als auch für die fächerübergreifende Kooperation. Die unterschiedliche Kenntnislage der SchülerInnen erfordert in einzelnen Sachgebieten differenziertes Arbeiten. Die Auswahl der Themen hat nach Möglichkeit Aktualitätsbezug und die Aufgabenstellungen berücksichtigen die Interessen der SchülerInnen. Die im Lehrstoff vorgesehenen Inhalte sind so organisiert, dass sich jedes einzelne Thema in vernetzter Form im Unterricht wiederfindet und eine Vertiefung und Erweiterung ermöglicht.

Lehrstoff (mögliche Inhalte):

  • Grundprinzipien der Informationsverarbeitung
  • Konzepte von Betriebssystemen
  • Aufbau und Funktionsweise von Netzwerken
  • Umgang mit Office-Programmen
  • Präsentationssoftware
  • Datenbanken
  • Entwicklung und Gestaltung von Internetseiten
  • Lern- und Arbeitsorganisation
  • Konzepte von Programmiersprachen
  • künstliche Intelligenz
  • Erweiterung der theoretischen und technischen Grundlagen der Informatik
  • grundlegende Algorithmen und Datenstrukturen
  • Informatik, Gesellschaft und Arbeitswelt
  • Rechtsfragen

In diesem Gegenstand sollen Teile des bereits im Pflichtfach durchgenommenen Stoffes genauer behandelt sowie neue Stoffgebiete erschlossen werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein grundlegendes Verständnis der Notenschrift!

Der Lehrstoff wird auf die Bedürfnisse der SchülerInnen abgestimmt, u.a. können folgende Themen angeboten werden:

  • Musik und Computer Grundlegender Umgang mit Sequenzer und Notationsprogrammen.(Die SchülerInnen sollen lernen, wie man Musik und Videos schneidet und die Vorteile von Notationsprogrammen ausnutzt!)
  • Musizieren mit Bandinstrumentarium in Theorie und Praxis Die Schülerinnen sollen lernen, wie man Songs der Pop und Rockmusik für eine Band aufbereitet und einstudiert. Weiters sollen die SchülerInnen die grundlegenden Spieltechniken von Klavier, Bass, Schlagzeug, Perkussions-Instrumenten und Gitarre oder Ukulele erlernen und somit befähigt werden leichte Songs der Popularmusik auf jedem Band-Instrument spielen zu können.
  • Musikexkursionen Jede Musikwahlpflichtgruppe unternimmt mindestens eine Musikexkursion! Bisher wurden Exkursionen in die Wiener Staatsoper (Oper/Ballett), in Musicals und in Konzerte der Musikgruppen „Pentatonix“, sowie „Walk off the Earth“ unternommen.
  • Beruf „Musiker“ + Musikwirtschaft In diesem Themenbereich erfahren die SchülerInnen, welche Berufe es im Musikbusiness gibt, welche Studien man dafür absolvieren muss und welche Anforderungen bei den jeweiligen Aufnahmsprüfungen gestellt werden. Weiters erhalten die SchülerInnen Einblick in den Alltag von Musikern und erhalten Tipps und Tricks, diesen zu meistern.
  • Tontechnik und musikalisches Eventmanagement Hier lernen die SchülerInnen, wie man für unterschiedliche Events die richtige Tonanlage auswählt, aufbaut und bedient. (Auch Studioaufnahmen können durchgeführt werden!)
  • Jazzharmonielehre und Songwriting Hier erlernen die SchülerInnen Leadsheets richtig zu lesen und umzusetzen. In weiterer Folge erhalten die Schüler- Innen Tipps, wie sie ihre eigenen Songs schreiben und umsetzen können.

 

Das WPF bietet SchülerInnen eine Vertiefung in Bereichen der bildenden Kunst. Gemeinsam mit den SchülerInnen werden Schwerpunkte erarbeitet und individuell umgesetzt. Der Zugang zu Originalen soll so oft wie möglich gegeben sein. Besonderer Wert wird auf die individuelle Förderung der SchülerInnen gelegt.

Folgende Themen sind vorgesehen:

  • Verfeinerung diverser Techniken in der Malerei (Öl, Acryl, Tempera, Aquarell, …)
  • Probieren verschiedener Drucktechniken (Holzschnitt, Ätzung, Siebdruck, …)
  • Vertiefung im plastischen Bereich
  • Individuelle Vertiefung in verschiedenen künstlerischen Bereichen
  • Begegnung mit Künstlern, Ausstellungsbesuche, …

Im Einklang mit dem Oberstufenlehrplan 2004 soll im Wahlpflichtfach mit mündlicher Maturabilität die handlungsorientierte Fremdsprachenkompetenz im Vordergrund stehen. Diese wird gewährleistet durch eine starke Praxisorientierung des Unterrichts, die durch Gastbesuche von Native-Speakern, Exkursionen zu italienischen Events vertieft wird. Um dem Italienischen mit allen Sinnen zu begegnen, können im Wahlpflichtfach auch typisch italienische Gerichte gekocht, Lieder gesungen oder Filme analysiert werden.

Das Wahlpflichtfach kann im Gymnasium oder im RG (Informatik) gewählt werden. Wesentliche Themengebiete dieses schulautonom festgelegten Gegenstandes sind:

  • Anatomische, physiologische und biochemische Grundlagen
  • Trainingslehre
  • Sportverletzungen (Prävention, Therapie, Rehabilitation und Erste Hilfe)
  • Biomechanische Grundlagen von Bewegungsvorgängen
  • Ernährung / Nahrungsergänzung / Doping
  • Angst und Sport/ Extremsportarten/ Aggressionsabbau im Sport
  • Zusammenhänge zwischen Sport, Wirtschaft und Ökologie
  • Sportorganisation (z.B. Vereine)
  • Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit bzw. Gesundheit durch praktische sportliche Betätigung

Grundsätzlich soll die Selbsterfahrung am eigenen Körper im Mittelpunkt stehen (z.B. durch Muskelfunktions- und Ausdauertests; Projekte und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung; Trainingsplanungen und deren Erprobung; Gewichtsregulierung durch Zusammenwirken von Sport und Ernährung; Stressabbau durch sportliche Betätigung und Entspannungstechniken; Fragebogenerhebungen; psychosoziale, leistungs- und gesundheitsfördernde Auswirkungen durch Sport und Spiel in der Praxis; …).

Das Ziel des zusätzlichen WPF ist, den SchülerInnen gemäß ihren Interessen eine Erweiterung ihres Bildungshorizontes zu bieten. Außerdem ist DG auch Voraussetzung für den Abschluss des ersten Studienabschnitts einiger technischer Studienrichtungen. (z.B. Landschaftsplanung, Maschinenbau, Architektur, Bauwesen etc.)

Durch Einsatz klassischer konstruktiver Methoden und vor allem verstärkt durch Verwendung zeitgemäßer CAD-Technologien werden ausgewählte Themen der DG behandelt.

So beinhaltet der Unterricht das Erstellen und Lesen von Rissen räumlicher Objekte, das Lösen räumlicher Aufgaben durch Erfassen und Analysieren geometrischer Formen und Strukturen, die Weiterentwicklung der Raumvorstellung und des konstruktiven Raumdenkens, das Modellieren abstrakter und angewandter Objekte (Erstellen von fotorealistischen Bildern), eine Erweiterung des Abbildungsbegriffes (Kartographie), die Verwendung iterativer geometrischer Prozesse zur Erzeugung geometrischer Objekte (Ornamente,… ).

Im Wahlpflichtfach Darstellende Geometrie sind gesetzlich auch Schularbeiten und Hausübungen vorgesehen.