„Glaube Liebe Hoffnung“ im Burgtheater

Am 3.12. machte sich die Sprachklasse 8a mit Prof. Freudenschuß und ihrem Klassenvorstand Prof. Sengschmid auf, um in Wien einen spannenden Theaterabend zu verbringen. Auf dem Plan stand Ödön von Horvaths „Glaube Liebe Hoffnung“ im Burgtheater. Waren es in den letzten Jahren das Theater Phönix in Linz und das Theater in der Josefstadt, so wagte man sich heuer in den „Tempel des deutschen Sprechtheaters“.

Nach der Mittagspause gut gestärkt, ging es in die Bundeshauptstadt, die bereits im adventlichen Flair erstrahlte. Nach dem Besuch des stimmungsvollen Christkindlmarktes am Karlsplatz mit wertvollem Kunsthandwerk und einem stilvollen Abendessen im italienischen Restaurant „I ragazzi“ wurde von den „ragazzi“ das Burgtheater angesteuert.

Dort erlebten die Schüler eine packende, auch bewusst verstörende Inszenierung von Horvaths sozialkritischem Stück über eine junge Frau, die in der Zeit der Weltwirtschaftskrise und des aufkommenden Faschismus zum Opfer von Egoismus, Zynismus und sozialer Kälte wird. Durch das reduzierte Bühnenbild, das hauptsächlich mit Licht und effektvollen Menschenaufläufen seine Wirkung entfaltete, kam das grandiose Schauspiel der Hauptdarstellerin Andrea Wenzl, die im Stück an ihre psychischen und physischen Grenzen getrieben wird, voll zur Geltung. Dass dabei auch männliche Schauspieler vollen Körpereinsatz zeigten, begeisterte auch die eine oder andere Schülerin.

Mit viel Stoff zum Nachdenken, aber auch mit großen Eindrücken war nach Mitternacht Amstetten wieder erreicht.